Fünf Jahre GGL: Ein Rückblick auf die Entwicklung der einheitlichen Glücksspielaufsicht
Geschrieben von Jonas Butler · 23.9.2026

Fünf Jahre GGL: Ein Rückblick auf die Entwicklung der einheitlichen Glücksspielaufsicht

Am 22. September 2026 beging die Gemeinsame Glücksspielbehörde der Länder ihr fünfjähriges Bestehen und präsentierte dabei Zahlen sowie Entwicklungen aus den vergangenen Jahren, die den Aufbau eines zentralen Aufsichtssystems für den legalen Online-Glücksspielmarkt dokumentieren, während zugleich die Fortschritte bei der Bekämpfung illegaler Angebote hervorgehoben wurden.
Entstehung eines zentralen Aufsichtsrahmens
Die GGL hat seit ihrer Gründung die Lizenzierung von Online-Glücksspielanbietern koordiniert und dabei insgesamt 129 lizenzierte Betreiber sowie 229 erlaubte Angebote verzeichnet, wodurch ein bundesweit einheitlicher Standard für die Überwachung des Marktes geschaffen wurde, der zuvor durch unterschiedliche landesrechtliche Regelungen geprägt war.
Experten beobachten, dass diese Struktur es ermöglicht, Genehmigungsverfahren effizienter zu gestalten und gleichzeitig klare Vorgaben für Werbung, Spielerschutz sowie technische Sicherheit durchzusetzen, was die rechtliche Lage für Anbieter und Nutzer transparenter macht.
Durchsetzung gegen illegale Angebote
Im Jahr 2025 leitete die Behörde 287 Untersagungsverfahren ein, prüfte mehr als 6.300 Websites und machte 1.843 illegale Angebote unzugänglich, wodurch die Kontrolle über nicht lizenzierte Plattformen systematisch ausgebaut wurde und gleichzeitig die Zusammenarbeit mit Netzbetreibern sowie Zahlungsdienstleistern intensiviert werden konnte.
Beobachter notieren, dass diese Maßnahmen auf einer datenbasierten Vorgehensweise beruhen, die es erlaubt, neue illegale Seiten schneller zu identifizieren und zu blockieren, während die bestehenden Verfahren kontinuierlich angepasst werden, um mit sich verändernden Angebotsformen Schritt zu halten.

Datengestützte Instrumente und Markterhebungen
Ein zentrales Element bildet das LUGAS-System, das Daten aus verschiedenen Quellen zusammenführt und eine präzisere Überwachung des Marktes ermöglicht, während eine wissenschaftliche Kanalisierungsstudie ergab, dass etwa 77 Prozent des Online-Glücksspielmarktes inzwischen reguliert sind, sodass der Anteil legaler Angebote deutlich gestiegen ist.
Die Behörde verweist auf diese Zahlen in ihrem Tätigkeitsbericht, der unter Fünf Jahre GGL veröffentlicht wurde, und zeigt damit, wie statistische Auswertungen in die operative Arbeit einfließen, um illegale Strukturen gezielter zu bekämpfen und legale Anbieter besser zu unterstützen.
Bewertung des Glücksspielstaatsvertrags
Während der laufenden Evaluation des 2021 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrags fordert die GGL flexiblere Regelungsansätze, damit die Aufsicht mit der schnellen Entwicklung digitaler Angebote und neuer Technologien mithalten kann, ohne dass bestehende Schutzstandards abgeschwächt werden müssen.
Vertreter der Behörde betonen in diesem Zusammenhang die Notwendigkeit, bestehende Verfahren regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls anzupassen, wobei die bisherigen Erfahrungen aus fünf Jahren Praxis als Grundlage für mögliche Anpassungen dienen sollen.
Schlussbetrachtung
Die fünfjährige Bilanz der GGL dokumentiert sowohl den Aufbau einer einheitlichen Aufsichtsstruktur als auch die Fortschritte bei der Eindämmung illegaler Angebote, wobei die Kombination aus Lizenzierung, Durchsetzungsmaßnahmen und datenbasierten Instrumenten den Rahmen für die weitere Entwicklung des regulierten Marktes bildet.