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Fünf Jahre Glücksspielstaatsvertrag: Wachstum im legalen Markt und anhaltende Schwarzmarktanteile

Geschrieben von Vera Frank · 7.10.2026

Fünf Jahre Glücksspielstaatsvertrag: Wachstum im legalen Markt und anhaltende Schwarzmarktanteile

Entwicklung des deutschen Online-Glücksspielmarkts fünf Jahre nach dem Staatsvertrag

Fünf Jahre nach Inkrafttreten des Glücksspielstaatsvertrags von 2021 hat der legale Online-Glücksspielmarkt in Deutschland einen Anteil von rund 77 Prozent an den gesamten Aktivitäten erreicht, während der Anteil der Online-Wetten von etwa 19 Prozent im Jahr 2022 auf über 24 Prozent im Jahr 2025 stieg und gleichzeitig 23 Prozent der Wetten weiterhin über den Schwarzmarkt abgewickelt werden, wie eine von der Gemeinsamen Glücksspielbehörde der Länder in Auftrag gegebene Studie belegt.

Entwicklung des Kanalisierungsgrads seit 2021

Der Vertrag schuf erstmals eine einheitliche Rechtsgrundlage für lizenzierte Anbieter und führte zu einer schrittweisen Verschiebung der Nachfrage in regulierte Kanäle, wobei Daten aus dem Tätigkeitsbericht der GGL zeigen, dass die Maßnahmen zur Kanalisierung greifen und der legale Markt kontinuierlich an Bedeutung gewinnt, während der Schwarzmarktanteil zwar zurückgeht, aber noch nicht vollständig verdrängt ist.

Beobachter notieren, dass die Steigerung von 19 auf über 24 Prozent innerhalb weniger Jahre auf die Kombination aus Lizenzvergabe, zentraler Aufsicht und Werbebeschränkungen zurückzuführen ist, die zusammen den Übergang von illegalen zu legalen Plattformen erleichtern.

Wirksamkeit zentraler Schutzmaßnahmen

Das zentrale Spielersperrregister verzeichnet mittlerweile etwa 390.000 Einträge, von denen der Großteil auf freiwillige Selbstsperren entfällt, und diese Einrichtung trägt dazu bei, dass gefährdete Personen leichter vom legalen Markt ferngehalten werden können, während parallel Werbe- und Einsatzlimits die Intensität des Spielens begrenzen und damit Risiken mindern.

Studien der GGL bestätigen, dass diese Instrumente spürbare Effekte erzielen, indem sie die Sichtbarkeit legaler Angebote erhöhen und gleichzeitig den Zugang zu unregulierten Plattformen erschweren, obwohl die Umsetzung in der Praxis noch nicht überall einheitlich erfolgt.

Schutzmaßnahmen und Spielersperrregister im deutschen Glücksspiel

Verbleibende Lücken bei Durchsetzung und Limits

Trotz der Fortschritte bestehen weiterhin Lücken, etwa bei der uneinheitlichen Kontrolle in Spielstätten vor Ort sowie bei vergleichsweise hohen Einzahlungslimits, die nach Einschätzung der Länder zusätzliche Anpassungen erfordern, um den Schutz weiter zu stärken und den Schwarzmarktanteil nachhaltig zu senken.

Die GGL-Studie weist darauf hin, dass die Kombination aus zentraler Sperrdatei und Werbebeschränkungen bereits Wirkung zeigt, doch die Durchsetzung variiert je nach Bundesland und Anbieter, sodass unregulierte Angebote in manchen Regionen weiterhin leichten Zugang finden.

Bewertung durch die Länder im Oktober 2026

Im Oktober 2026 führen die Länder eine umfassende Evaluierung des Vertrags durch und prüfen mögliche Änderungen bis Jahresende, wobei die aktuellen Zahlen zum Kanalisierungsgrad und zum verbleibenden Schwarzmarktanteil als Grundlage für Anpassungen bei Limits, Kontrollen und Registerfunktionen dienen sollen.

Experten der Aufsichtsbehörden betonen, dass die vorliegenden Daten aus dem Tätigkeitsbericht und der beauftragten Studie eine fundierte Entscheidungsgrundlage bieten, um bestehende Schwachstellen gezielt anzugehen und die Balance zwischen Spielerschutz und legalem Angebot weiter zu optimieren.

Fazit

Die Entwicklung zeigt, dass der Glücksspielstaatsvertrag nach fünf Jahren einen deutlichen Strukturwandel bewirkt hat, der legale Angebote stärkt und gleichzeitig Schutzmechanismen etabliert, während die verbleibenden 23 Prozent Schwarzmarktanteil sowie die identifizierten Lücken die laufende Evaluierung der Länder begründen und Anpassungen bis Ende 2026 ermöglichen. Bericht der GGL-Studie liefert hierzu die maßgeblichen Zahlen und Analysen.